Rezension "Secret Woods 1 - Das Reh der Baronesse"





Titel: Secret Woods - Das Reh der Baronesse
Autorin: Jennifer Alice Jager
Reihe: Secret Woods 1/2
Preis: 3,99
Format: eBook
Seitenanzahl: 300
ISBN: 978-3-646-60280-7
Meine Wertung: 4/5 Herzchen
Verlag: Carlsen Im.press
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Über die Autorin

Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.

Klappentext

Ein märchenhaft-schöner Roman von verzauberten Wäldern und einem verwunschenen Reh. 

Anstatt den Zwängen des Königshofs zu unterliegen, trainiert Nala lieber das Bogenschießen und gerät in Raufereien mit ihrem Bruder Dale. Aber als ihr Vater, der Baron von Dornwell, eine neue Frau auf das Anwesen bringt, sieht sie ihr Glück schwinden. Die Komtesse ist hochnäsig und böswillig, dennoch ist Nalas Vater ihr vollkommen verfallen. Als Nala schließlich das dunkle Geheimnis der Komtesse aufdeckt, ist es bereits zu spät. Sie setzt alles daran, ihre Familie vor der bösen Stiefmutter zu retten. Doch schon bald steht nicht nur das Leben ihres Bruders auf dem Spiel. Auch ihr eigenes Herz ist in Gefahr – und das des fremden Jägers mit dem verschmitzten Lächeln und den blaugrauen Augen …

Textauszug: Er zog sie an sich heran und küsste sie auf die Wange. Nala stieß ihn sofort von sich und verpasste ihm eine so schallende Ohrfeige, dass ihre Handfläche heiß pochte. »Was fällt Euch ein?«, fragte sie empört. Noch immer lächelnd rieb er sich die gerötete Wange. »Ich habe Euch einen Kuss gestohlen und nun hoffe ich darauf, dass ihr Ihn Euch zurückstehlt.«

Leseprobe

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Cover

Die Cover von Impress schaffen es meist ziemlich gut mich zu begeistern und das kleine Mädchen in mir anzusprechen. So auch mit diesem Märchenhaften Cover, dass farblich direkt an Wald und Natur erinnert. Dazu eine schönes Mädchen und das Reh, das sich auch im Titel wiederfindet. Daumen hoch für dieses gelungene Cover.


Über das Buch

Die junge Nala ist trotz ihrer adeligen Herkunft ein ungestümes Mädchen. Sie und ihr Bruder Dale werden von ihrem Vater vergöttert, bis dieser eine neue Frau heiratet, und diese mit ihrer Tochter auf das Anwesen der Familie zieht. Schnell wird Nala klar, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt, und auch die neue Stiefschwester ist ein eiskaltes Biest. Schnell fällt Nalas Leben in sich zusammen, und plötzlich steht nicht nur ihr eigenes Glück, sondern auch das Leben ihres Bruders auf dem Spiel.

Jennifer Alice Jager mag es märchenhaft, und ich finde es klasse, so märchenhafte Geschichten zu lesen. Nachdem mich „Sinabell“ auf ganzer Länge begeistern konnte, hat mit „Being Beastly“ zuletzt enttäuscht, vor allem, weil ich die Protagonistin leider überhaupt nicht mochte. Daher war ich auf Nala, die Protagonistin von Secret Woods besonders gespannt. Und zum Glück bin ich ziemlich schnell mit ihr warm geworden. Sie hat ihren eigenen Kopf und ein gutes Herz. Vor allem das Wohl ihrer Familie liegt ihr am Herzen, und obwohl ich sie mir gerade am Anfang etwas mutiger und bedachter gewünscht habe, konnte ich ihre Handlungen meist gut nachvollziehen. Und so blieb auf einiges an Spielraum für ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte, die ich sehr positiv fand. 
Auch die anderen Charaktere mochte ich sehr, vor allem Nalas Bruder Dale. Natürlich darf in einem Märchen auch eine ordentliche Portion Liebe nicht fehlen, die in Form des geheimnisvollen Hunters daher kommt. Die Dialoge zwischen ihm und Nala waren wirklich witzig, und seine Beharrlichkeit verdient Bewunderung. Die Stiefmutter und ihre Tochter waren natürlich nicht gerade Sympathieträger, aber sehr schöne Antagonisten, deren Verhalten dennoch nachzuvollziehen war. Ich bin gespannt, ob sich im zweiten Band das Geheimnis ihrer Vergangenheit lüften wird.

Die Story ist typisch märchenhaft und beinhaltet Familienbande, Zauberei, Liebe, jede Menge Herausforderungen und einiges an Spannung. Das ursprüngliche Märchen „Brüderchen und Schwesterchen“ musste ich erstmal nachlesen, um Vergleiche zu ziehen, und bisher finde ich die Umsetzung sehr gut gelungen. Durch die Erzählperspektive aus der dritten Person lässt sich leicht der Überblick behalten, und die Geschichte folgt zwar meist Nala, aber auch ihren Bruder Dale und den Jäger lernt man so besser kennen.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt leicht und sehr bildhaft. Damit passt er sehr gut zu ihren Geschichten und schafft es, den Leser richtig eintauchen zu lassen und in eine Welt voller Magie mitzunehmen.

Fazit

Der Auftakt zu einer gelungenen Märchenadaption, die nah am Original ist, und sich doch durch eigene Ideen und Originalität abzuheben vermag. Für Märchenfans ein absolutes Muss, das Lust auf den zweiten Band macht.

Vielen Dank an Im.press für das Rezensions-Exemplar.
Eure




                Meine Bewertung









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